Ein Wunder? Können Sanierungsarbeiten an der Rader Hochbrücke früher beendet werden?

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RDRedakteur

130909_Rader_Hochbruecke__b(CIS-intern) – Eigentlich ist es ja von Baumaßnahmen allgemein gewöhnt, das sie niemals zum genannten Zeitpunkt fertig werden. In der Regel verzögern sich die Fertigstellungen um Wochen, Monate oder sogar Jahre. Bestes regionales Beispiel z.B. der Kanaltunnel in Rendsburg. Von Großflughäfen ganz zu schweigen. Nun wurde heute bekannt, das die Baumaßnahmen an der Rader Hochbrücke evtl. sogar etwas früher als gedacht fertig werden sollen. Ursprünglich hieß es ja als Termin “Ende November”, was bisher die meisten Bürger angezweifelt haben, zum Teil munkelte man von Anfang nächstes Jahr.
Jedenfalls hieß an vergangenen Freitag noch, wir zitieren Herrn Minister Meyer: “…dass die Sanierung der insgesamt 28 Brückenpfeiler nach wie vor im Plan sei und davon ausgehe, dass die Brücke Ende November wieder uneingeschränkt für den Verkehr zur Verfügung stehe”.

Foto: WiMi Kiel

Also wohl doch kein Wunder in Sicht. Wunderlich wird es ab morgen d. 20. September dagegen noch mehr im Rendsburger Kanaltunnel. Dann darf dank der marotten Asphaltdecke, entstanden vor allen Dingen durch den enorm angewachsenen LKW-Verkehr, nur noch 30 km gefahren werden. Was im Umkehrschluß bedeuten wird, das die Staus bei Verkehrsspitzenzeiten auf beiden Seiten des Kanals noch länger werden werden. Es heißt also, noch früher aufstehen, wenn man pünktlich auf der Arbeit sein will. Und am Wochenende d. 12. Oktober soll der Kanaltunnel dann ganz dicht gemacht werden, da dann dringend eine neue Asphaltdecke aufgebracht werden soll. Die Motorradfahrer werden es danken.

Aber im ganzen Umkreis der Rader Hochbrücke jammern die Städte, Orte und Bürger auf allerhöchstem Niveau. Was auch kein Wunder ist, denn egal ob in Kiel, Jagel, Eckernförde oder sonstwo entlang der Ausweichstrecken: Die Straßen leiden genauso wie die Bürger enorm.

Das wird nach Abschluß der notdürftigen Renovierungsmaßnahmen an der Rader Hochbrücke dem land und den gemeinden also noch viel Geld kosten, all die Schäden zu beheben. Ganz zu schweigen von den inzwischen hunderten Millionen, die nicht nur den Spediteuren deutschlandweit an Schaden entstanden ist. Irgendjemand muß den Schaden ja immer bezahlen. Wahrscheinlich der Steuerzahler oder der Bauherr oder der Verbraucher, der dann steigende Kosten in Kauf nehmen muß.

Und was dann kommt, weiß sowieso noch niemand. Eine rotte Brücke bleibt eine rotte Brücke und es ist wahrscheinlich schon absehbar, wann wieder an der nun 40 Jahre alten Autobahnbrücke rumgebastelt werden muß. Und eine neue Brücke? Oder ein Tunnel? Dauert doch ewig, bis das Ding geplant ist und überhaupt mit dem Bau angefangen werden kann. Und sicherlich kommen dann auch die Beschützer der Umwelt (gegen die ich übrigens grundsätzlich nichts habe) und finden dort den seltenen “Rader Hochbrücken Schnäpler”, ein Vogel, der nur dort brütet und deshalb verzögert sich der Neubau dann auch mal schnell um ein paar Jahre. 😉

Warten wir also weiter auf ein Wunder! Jedenfalls sollte sich niemand wundern, wenn SH irgendwann vollständig von der Außenwelt abgeschnitten ist. Zur Not können wir uns ja auch wieder Dänemark anschließen.

Hier informiert man uns immer regelmäßig über die Baumaßnahmen an der Rader Hochbrücke – wenn es neues gibt….

CIS

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