Fördermittel für den Tourismus an der Ostsee haben sich gelohnt

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Foto: Mario De Mattia(CIS-intern) – Qualitätssprung bei den Gästequartieren, Investitionsschub bei der Infrastruktur und Angebots-Erweiterungen auf die Nebensaison: Das sind nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und der Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. (OHT), Katja Lauritzen, drei wesentliche Auslöser des Tourismus-Booms im Land während der letzten zwei Jahre. Mit über sieben Millionen Gästen und über 27 Millionen Übernachtungen hat das „Glückswachstumsgebiet Schleswig-Holstein“ im vergangenen Jahr seinen Abstand zum Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern nochmals deutlich verringern können. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 konnte der „echte Norden“ bei den Gästen und den Übernachtungen um gut fünf Prozent zulegen und liegt in der Wachstumsdynamik damit bundesweit auf Platz drei nach Bayern und Hamburg. Innerhalb des Landes sind die größten Zuwachsraten an der Ostsee und in der Holsteinischen Schweiz zu verzeichnen.

Foto: Mario De Mattia

„Entscheidend sind die Zuwächse in der Nebensaison. Die Entwicklung des Landes hin zu einer Ganzjahresdestination sichert Arbeitsplätze und stärkt die Wirtschaftlichkeit der Betriebe“, sagte Meyer heute (18. August) im Rahmen einer Sommertour von Eckernförde über Damp nach Flensburg. Der OHT hat zur Belebung der Nebensaison die neue Kampagne „Winterschön“ entwickelt. „Mit einer Winterbroschüre in einer Auflage von 140.000 Stück bewerben wir unter dem Titel „Winterschön“ erstmalig den Urlaub in der Nebensaison von Oktober bis März“, sagt Katja Lauritzen. Unter dem Motto „Die Küste erfindet sich neu“ besuchten Meyer, OHT-Chefin Lauritzen sowie Axel Strehl vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) verschiedene Tourismusorte und Hotelprojekte entlang der Ostseeküste.

Eckernfördes Bürgervorsteherin Karin Himstedt schilderte bei dem Besuch, wie sich die Hafenstadt in den letzten Jahren sowohl städtebaulich als auch touristisch stark entwickelt habe. Die Neugestaltung der Hafenspitze, die Erneuerung von Strand- und Hafenpromenade sowie der Neubau des Ostsee-Info-Centers seien nur einige Beispiele für die Attraktivitätssteigerung des 22.000-Einwohner-Ortes, der von jährlich rund 70.000 Urlaubern und 1,7 Millionen Tagesgästen besucht wird. Meyer: „In Eckernförde ist es beispielhaft gelungen, bei der städtebaulichen Entwicklung die Interessen der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Tourismus in Einklang zu bringen.“

Wie der Minister beim Besuch der Gemeinde Damp sagte, sei der Ort mit seinem Ostseebad und dem riesigen Ferienzentrum der wichtigste Standort für den Gesundheitstourismus in Schleswig-Holstein. Die Entwicklung werde maßgeblich durch den Helios Konzern geprägt. „Mit öffentlichen und privaten Investitionen, beispielsweise in das Entdeckerbad, das Kurmittelhaus und den Yachthafen ist es gelungen, Damp vom 70er Jahre-Chic zu befreien“, lobte Meyer das Engagement der örtlichen Akteure. „Die in den letzten Jahren geflossenen Investitionen sind wegweisend für die Ostseeküste Schleswig-Holsteins. Ohne diese wären die starken Zuwächse bei den Übernachtungen nicht eingetreten“, ergänzte Lauritzen.

In Glücksburg/Holnis stand der Campingplatz der Familie Volquardsen auf dem Besuchsprogramm. Das Unternehmen investiert hier in den Neubau sogenannter Dünenhäuser und hat im Juli 2016 auf dem Gelände das Ostsee-Strandhaus Hotel eröffnet. Der Campingplatz selbst umfasst 100 Dauer- und 125 Touristikplätze und gehört mit seiner 4-Sterne Klassifizierung zu den besten Plätzen im Land. Meyer und Lauritzen bezeichneten das Projekt als Beispiel für einen erfolgreichen Strukturwandel auf Campingplätzen. „Der schleswig-holsteinische Campingtourismus steht mit seinem vergleichsweise hohen Anteil an Dauerstandplätzen vor besonderen Herausforderungen, weil das Interesse am Dauercamping bei der jüngeren Generation zurückgeht. Die Campingplatzbetriebe müssen deshalb nach neuen Möglichkeiten suchen, um ihre Wirtschaftlichkeit zu erhalten“, so Meyer.

Den Abschluss der Reise bildete ein Besuch des Hotels „Alte Post“ in Flensburg. Das zur dänischen Hotelgruppe Figaro gehörende Haus mit 75 Zimmern wurde 2015 eröffnet. Hoteldirektor Markus Schiller stellte der Reisegruppe das Hotelkonzept mit seinen Themenzimmern vor, die in Kooperation mit regionalen Unternehmen gestaltet wurden. „Damit entstehen in Flensburg nach längerer Diskussion nun wieder neue Hotelprojekte, die langfristig weitere Investitionen nach sich ziehen dürften“, sagte Meyer. Ende des Jahres wird ein weiteres Vorhaben in der Fördestadt, das Hotel Hafen Flensburg, eröffnet. „Diese Entwicklung ist sehr wichtig, da bereits viele Ostseebäder mit neuen Hotels an der Küste werben“, fügte Lauritzen hinzu.

Anlässlich seines Besuchs übergab Meyer noch einmal persönlich die Urkunde zur Anerkennung Flensburgs als Tourismusort an den stellvertretenden Bürgermeister Henning Brüggemann. „Flensburg hat damit die Möglichkeit, über die Tourismusabgabe weitere Mittel für die Entwicklung des hiesigen Tourismus zu erschließen“, sagte er.

Presse Wirtschaftsministerium