Laufen ist Massensport – mit den passenden Schuhen eine gute Sache

Add to Flipboard Magazine.
Teilen
Laufen ist Massensport – mit den passenden Schuhen eine gute Sache
4.5 (90%) 2 votes

Foto: pixabay.com / komposita( Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Planet Sports.) – Einfach mal eine Runde Laufen gehen, mit den Kollegen nach Feierabend joggen oder für den nächsten Halbmarathon trainieren: Laufen ist zum Volkssport geworden. Und das ist auch gar nicht schlecht, denn evolutionär gesehen ist das mehr oder weniger schnelle Laufen auch über weite Strecken durchaus dem Lebensstil des Homo Sapiens entsprechend. Mit dem richtigen Schuhwerk läuft es sich besser.

Foto: pixabay.com / komposita

Nicht zu viel und nicht zu wenig

Ein Marathon mit rund 42 km ist schon recht heftig, so viel läuft nicht jeder am Stück – vor allem nicht ohne gesundheitliche Folgen. Viel Laufen ist durchaus okay. Allerdings hat sich der Mensch ursprünglich in lichten Wäldern und in der Savanne fortbewegt. Ein weicher Untergrund ist bei regelmäßigem Laufen wichtig, um Gelenke und Muskeln zu schonen. Die harten Straßen der modernen Städte bergen Verletzungsgefahren, sind für vorzeitigen Arthrose, Verspannungen und Verletzungen im Bewegungsapparat verantwortlich. Allerdings kann das richtige Schuhwerk durchaus dazu beitragen, den Laufsport angenehm und gesund zu gestalten.

Was denn nun der richtige Schuh zum Laufen ist, daran scheiden sich die Geister. Die einen befürworten das Barfuß-Gefühl für einen natürlicheren Bewegungsablauf und “gesundes” Bodengefühl, die anderen sind überzeugt, dass nur die ultimative luftgepolsterte Gel-Spezial-Sohle mit integriertem Fußbett und Rundum-Stütze für den gesamten Fuß das einzig Wahre ist. In diesem Fall liegt die Wahrheit auch nicht, wie sonst oft, in der Mitte, sondern in der Individualität. Denn jeder Mensch ist etwas anders, und jeder Fuß ist etwas anders. Dazu kommt, dass Laufen eine höchst persönliche Angelegenheit ist und ebenfalls von jedem Menschen etwas anders angegangen wird. Und das ist wörtlich zu verstehen. Das Abrollen, die Muskelkraft, die Schrittlänge und natürlich auch die optimale Schrittfrequenz unterscheiden sich stark. Dazu kommen Unterschiede in Körpergröße und -gewicht, in Fußform und Fußstellung bis hin zu orthopädischen Problemen. Den einen Laufschuh, der für alle passt, kann es also gar nicht geben.

Am Anfang steht die Laufanalyse

Wer ausprobieren will, ob Joggen überhaupt Spaß macht, kann die ersten zwei oder drei Wochen moderate Laufstrecken von etwa 10 bis 15 Minuten auch in “normalen Sportschuhen” zurücklegen. Wenn es Spaß macht und abzusehen ist, dass man nicht nach einer Woche wieder aufgibt, ist es Zeit für einen richtigen Laufschuh. Sneaker sind dafür nicht geeignet, denn die sind als Street-Wear für den Alltag (und bequemes Gehen) ausgelegt. Da die Fußmuskulatur der meisten Menschen heutzutage durch langes und häufiges Sitzen leicht degeneriert ist, benötigen die Füße vor allem anfangs noch viel Unterstützung. Außerdem sind die Belastungen in Marathon und Triathlon für den Körper doch sehr viel höher als bei einer entspannten Stadt-Tour ohne Wettkampfanspruch (für die Sneaker eher passen würden). Sneaker sind eher Lifestyle-Schuhe und können über den ganzen Tag getragen werden, beim Skaten, Gehen, Bummeln und Chillen genauso wie im Park für das Frisbee-Spiel mit Freunden oder ein freundschaftliches Basketballspiel.

Um richtig gute Laufschuhe zu finden, ist eine Laufanalyse wichtig. Die wichtigsten Punkte, die dabei beachtet werden sollten, sind:

– Körpergröße und -gewicht, Fußform und -stellung sowie eventuell vorhandene orthopädische Probleme
– geplanter Laufuntergrund (Waldweg, Kieswege, Stadt)
– Geschlecht, Alter und Laufstil
– ein Trainingsplan

Wiedereinsteiger/-innen sollten nach einer längeren Pause noch einmal eine komplette Laufanalyse durchlaufen. Denn der Körper verändert sich, und das hat Einfluss drauf, welche Schuhe passen.

Unterschiedliche Schuhe für verschiedene Arten des Laufens

Was üblicherweise als Trainingsschuh verkauft wird, hat viel Dämpfung. Diese Schuhe federn, sind also für eher harte Untergründe gelenkschonender als harte Schuhe. Sie sind aber auch schwer. Wettkampfschuhe wiegen meist unter 200 g und sind weniger gedämpft. Außerdem ist es bei Wettkampfschuhen leichter, einen speziell für den eigenen Laufstil passenden Schuh zu finden. Denn die Trainingsschuhe haben einen höheren Offset und sollen für jeden Laufstil passen. Sie halten höhere Belastungen aus, denn Trainingsstrecken sind in der Regel länger als Wettkampfstrecken, die Ansprüche an den Schuh sind also höher.