Landwirtschaftsminister Albrecht in Rendsburg: „Bauern-Bashing ist ein No-Go! Offener Dialog gesucht!

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RDRedakteur

 Foto: Mario de Mattia(CIS-intern) – Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht hat angesichts der Proteste von Landwirtinnen und Landwirten heute in Rendsburg zu einer sachlichen Debatte und mehr Unterstützung für Landwirtinnen und Landwirte im Land aufgerufen: „Wer täglich auf dem Feld oder im Stall einen solch wichtigen Dienst für die Gesellschaft leistet, darf nicht öffentlich diffamiert und an den Pranger gestellt werden. Was hier insbesondere in sozialen Medien passiert, ist unerträglich. Pauschales ,Bauern-Bashing´ ist ein No-Go! Was wir brauchen, ist ein sachlicher und offener Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen im Agrar-, Umwelt- und Klimabereich.“

Foto: Mario de Mattia

Albrecht verwies vor diesem Hintergrund auf den laufenden Dialogprozess „Zukunft der Landwirtschaft“ in Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit den Landwirten werden dabei Lösungen erarbeitet – beispielsweise zu den Themen Klimawandel und Wertschöpfungskette. „Im Land ist schon viel in Bewegung, der Bund darf sich daran gern einmal ein Beispiel nehmen“, sagte Albrecht. So sind für den November nächste Werkstattgespräche geplant, ehe im Frühjahr konzeptionelle Gespräche im größeren Rahmen stattfinden werden.

Der Minister forderte zu mehr Ehrlichkeit in der öffentlichen Debatte und Konsequenz im Konsumverhalten auf: „Wenn wir höhere Standards in der landwirtschaftlichen Produktion im Bereich Tier-, Umwelt- und Klimaschutz erreichen wollen, müssen Verbraucher bereit sein, dies in Form von höheren Preisen an der Ladentheke zu honorieren. Andernfalls wird die erforderliche Agrarwende hin zu mehr Nachhaltigkeit und Ökologie nicht gelingen.“ Albrecht zeigte sich überzeugt, dass es grundsätzlich in der Bevölkerung und in allen Parteien eine große Bereitschaft gebe, auch in Zukunft die Landwirtschaft substantiell zu unterstützen. Gleichzeitig wachse in der Landwirtschaft das Bewusstsein, hierfür konkrete Gegenleistungen zu erbringen. Entscheidend seien hierbei die künftigen Rahmenbedingungen durch die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union nach 2020, die derzeit in Brüssel verhandelt wird. Albrecht: „Ein ,Weiter so‘ in der Förderpolitik nach dem Motto ,Wachse oder weiche` darf es nicht geben. Wir müssen endlich belastbare finanzielle Anreize für kleine und mittlere Betriebe sowie für Natur- und Artenschutz schaffen. Gesellschaftliche Leistung unserer Landwirtinnen und Landwirte braucht nicht nur Anerkennung, sondern muss sich auch finanziell lohnen.“

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede, Joschka Touré, Julia Marre | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

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