(CIS-intern) – Der Stadtteil Hoheluft liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal – bietet diese besondere Lage die Chance, künftig klimafreundliche Wärme direkt aus dem Wasser zu gewinnen? Genau darum ging es in dieser Woche bei einer Informationsveranstaltung im Nordkolleg zur künftigen Wärmeversorgung des Stadtteils. Dazu Bürgermeisterin Janet Sönnichsen: „Energie aus dem Nord-Ostsee-Kanal nutzen: Mit einer großen Wärmepumpe wollen wir Hoheluft nachhaltig mit Wärme versorgen. Ein innovatives Projekt, das wir auf seine Umsetzbarkeit prüfen.“
Die Stadt Rendsburg hatte gemeinsam mit den Stadtwerken SH und dem Planungsbüro Zeiten°Grad eingeladen. Rund fünfzig Bürgerinnen und Bürger informierten sich über den aktuellen Stand der Planungen für ein mögliches Nahwärmenetz sowie über Möglichkeiten der energetischen Sanierung ihrer Wohngebäude.
Wie Thorsten Bock und Julia Jürgensen von den Stadtwerken SH berichteten, schreitet die Vorplanung des Nahwärmenetzes planmäßig voran. Im März dieses Jahres wurde die BEW-Machbarkeitsstudie (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) gestartet. Der erste Prüfauftrag soll im Herbst 2026 abgeschlossen werden. Fällt das Ergebnis positiv aus, wird die Studie fortgeführt. Mitte 2027 könnte dann feststehen, ob das Nahwärmenetz technisch und wirtschaftlich umgesetzt werden kann.
„Unser Ziel ist es, ein Versorgungskonzept für die zukünftige klimafreundliche Wärmeversorgung mitten in Hoheluft zu erstellen“, betonen Julia Jürgensen und Thorsten Bock von den Stadtwerken SH. Parallel laufen bereits Gespräche mit potenziellen Investoren, die sich gemeinsam mit den Stadtwerken an einer Projektgesellschaft beteiligen könnten. Bei positivem Verlauf wird ein Baubeginn im Sommer 2028 angestrebt.
Idee ist es, das Wärmenetz über eine Großwärmepumpe zu speisen, die Energie aus dem Nord-Ostsee-Kanal nutzt. Für die rund 1000 Haushalte in Hoheluft eröffnet sich damit die Möglichkeit, ihre Wärmeversorgung langfristig klimafreundlicher und unabhängig von fossilen Energieträgern aufzustellen. Das Wärmenetz wäre für Rendsburg und die ganze Region ein Leuchtturmprojekt mit immenser Strahlkraft. Im Anschluss an die Fachvorträge der Stadtwerke SH und der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und für individuelle Fragen.
Die Veranstaltung endete mit dem Appell, die Wärmewende in Hoheluft aktiv mitzugestalten, um am Ende ein auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil abgestimmtes Konzept vorliegen zu haben. Letztlich ist die Wärmewende ein Gemeinschaftsprojekt, das nur im partnerschaftlichen Zusammenspiel aus Stadtverwaltung, Energieversorgern und bürgerschaftlichem Engagement vor Ort gelingt.
Foto: Stadt Rendsburg / Foto: Zeiten°Grad



