Rendsburg auf dem Weg zur Fairtrade Stadt

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Rendsburg auf dem Weg zur Fairtrade Stadt
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Unterzeichnung-Bewerbung-Fa(CIS-intern) – Am Mittwoch, den 10. Februar 2015, unterzeichnete Bürgermeister Pierre Gilgenast im Rathaus den Bewerbungsantrag Rendsburgs zur „Fairtrade Stadt“. Die Initiatoren des Projektes „Fairtrade Stadt“, Dorothea Heiland für den Weltladen und Jan Wedekind mit einer Schülerprojektgruppe für die Freie Waldorfschule Rendsburg, haben gemeinsam mit dem Tourismus- und Stadtmarketing den Weg für eine Bewerbung Rendsburgs als Fairtrade Stadt vorbereitet. Die Ratsversammlung hatte am 25. September 2014 beschlossen, dass sich Rendsburg um das Siegel „Fairtrade Town“ bewerben soll. Damit war der Startschuss für die ehrenamtlichen Initiatoren gesetzt, die erforderlichen Voraussetzungen für die Antragstellung zu schaffen. Unter anderem wurden erste Projekte zum Thema Fairtrade von den Initiatoren, gemeinsam auch mit Rendsburger Händlern und Gastronomen, umgesetzt.

Unzählige Gespräche wurden mit Schulen, Kirchengemeinden, Vereinen und Unternehmen geführt. Einerseits machten die Initiatoren so auf das Thema fairer Handel aufmerksam. Andererseits kann das Siegel „Fairtrade Stadt“ nur dann beantragt werden, wenn sich bereits eine vorgegebene Anzahl örtlicher Akteure aktiv durch Verkauf oder Nutzung fair gehandelter Produkte engagiert. Beeindruckend für die Projektteilnehmer war die Vielfalt der bereits vorhandenen Engagements und die Fülle der angebotenen und genutzten fairen Produkte: Schulen thematisieren den fairen Handel, Geschenkekörbe werden mit fair gehandelten Produkten bestückt, ein Restaurant hat eine Speisekarten mit fair gehandelten Speisen und Getränken im Angebot. Die Initiatoren haben die bislang bekannten Engagements dokumentiert, die nun in das Bewerbungsverfahren einfließen.

Erforderlich ist auch die Beteiligung der beantragende Kommune, die sich bereit erklärt hat, künftig im Rahmen von Ausschusssitzungen fair gehandelte Produkte anzubieten. Die öffentliche Wahrnehmung zu den Aktionen rund um Fairtrade belegten die Projektgruppen durch veröffentlichte Presseberichte.

Zudem ist die Gründung einer sogenannten „Steuerungsgruppe“ für eine erfolgreiche Bewerbung Voraussetzung. 13 Mitglieder zählt derzeit diese Gruppe, die gleich bei ihrem ersten Treffen weitere gemeinsame Aktionen für 2015 plante.

Bürgermeister Pierre Gilgenast unterzeichnete am 10. Februar im Beisein der Steuerungsgruppe den Bewerbungsantrag der Stadt Rendsburg zur „Fairtrade Stadt“. Die Organisation Fairtrade Deutschland prüft nun in den nächsten Monaten, ob Rendsburg tatsächlich alle Kriterien erfüllt. Aktuell gibt es bereits 311 „Fairtrade-Towns“. „Voraussichtlich ab Juli könnte auch Rendsburg dabei sei“ freut sich Bürgermeister Pierre Gilgenast.

Unternehmen und Institutionen (wie Schulen, Kitas, Kirchengemeinden oder Vereine), die ebenfalls bereits in Sachen fairer Handel aktiv sind, können sich gern bei der Sprecherin der Steuerungsgruppe, Anke Samson, Tel. 0 43 31 – 438 400, melden. Geplant ist unter anderem die Aufnahme aller Aktionen und Angebote auf einer Website.

Foto: Bürgermeister Gilgenast unterzeichnet Bewerbungsantrag Rendsburgs zur „Fairtrade Town“ im Beisein einiger Mitglieder der Steuerungsgruppe
(Vorne, v. l. n. r., sitzend: Dorothea Heiland (Weltladen), Bürgermeister Pierre Gilgenast, Jan Wedekind (Freie Waldorfschule Rendsburg).
Hinten, v. l. n. r., stehend: Anke Samson (RD-Marketing/ Tourismus- und Stadtmarketing), Monika Heise (Tourismus Mittelholstein / Tourismus- und Stadtmarketing), Helge Hinz (Vorsitzender des Senats), Susanne Mau (Stabsstelle Bürgermeister, Tourismus- und Stadtmarketing), Tabea Kaes (Freie Waldorfschule), Chantalle-Madeline Hörich (Freie Waldorfschule), Jost Lage (Freie Waldorfschule), Christian Jagow (Freie Waldorfschule))

Foto: RD-Marketing