Wie gut sind smarte Assistenten

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RDRedakteur

(CIS-Verbrauchertipps) – Jeder kennt sie mittlerweile. Amazon und Google sind die Marktführer, die das Geschäft beherrschen. Alexa vom Versandriesen ist fast überall. Kleine, handliche Geräte, die einfach in nur wenigen Sekunden installiert werden können und dann auf einen Sprachbefehl reagieren. Intelligent sind die Helfer zwar noch nicht, doch die einprogrammierten Funktionen können unseren Alltag deutlich erleichtern. Die Anschaffungspreise sind mittlerweile so günstig, dass damit eine ganze Wohnung einfach ausgestattet werden kann.

Foto: von Gerd Altmann auf Pixabay

Doch mit der Einfachheit kommen auch die Gefahren. So verlockend die Bequemlichkeit ist, so spannend ist die Technik für die virtuellen Kriminellen.

Einbruch wird einfacher

Viele Wohnungen sind heute vernetzt. WLAN, smarte Geräte und mehr. Mikrofone, Kameras, Geräte, die Heizung und Licht zu steuern, sind ein Paradies für die neue Einbrechergeneration. Sicher sind die Geräte von Amazon und Google nicht. Hacker können sich leicht Zugriff verschaffen. Davor warnte auch der größte Rückversicherer, der ein enormes Gefahrenpotenzial in den smarten Assistenten sieht. Besonders dann, wenn diese zur Türsicherung genutzt werden, wird es dem Einbrecher einfach gemacht. Unklar ist in solchen Fällen, ob die Versicherung bei einem Schadensfall zahlen muss (sofern kein klassisches Schloss als Zusatzschutz vorhanden war).

Auch das Abhören und Sammeln von Daten wird erleichtert. Es sind aber nicht so sehr die Konzerne, sondern eher Hacker und auch staatliche Stellen. So wurde bekannt, dass die Ermittlungsbehörden durchaus Zugang zu Alexa und Co. haben und diese Geräte für die virtuelle Durchsuchung nutzen könnten. In den USA ist das ja schon gang und gäbe.

Welchen Nutzen bringen die smarten Helfer

Dennoch sollte der Nutzen nicht vergessen werden. Die kleinen Helferlein können unseren Alltag deutlich erleichtern. Mit Sprache oder App steuern wir Licht, Computer, TV, Telefon, Klingel, Heizung, Kaffeemaschine, Alarm und vieles mehr. Aufstehen brauchen wir dazu nicht.

Stimmfähige digitale Assistenten sind besonders interessant für Senioren und Menschen mit Behinderungen, die dadurch weiter in ihrer Wohnung selbstständig verbleiben können. Aber auch in Altersheimen können die smarten Geräte gute Dienste leisten. In den USA wird das bereits erfolgreich praktiziert, in Deutschland hingegen ist man noch nicht so weit.

Die Probleme beim Smart-Home

Kontroverse Diskussionen werden über Amazon und Google geführt. Dabei geht es vor allem um die Mikrofone. Hochleistungsmikrofone, die wir uns freiwillig in die Wohnung holen. Das Paradoxe dabei: Unser Smartphone ist überall dabei und bietet sogar eine viel leichtere Möglichkeit für einen Lauschangriff. Auf der anderen Seite laden wir unsere Bikinifotos frei auf die Sozialen Netzwerke hoch, mokieren uns aber über die smarten Helfer.

Doch auch das Internet ist häufig ein Problem. Denn die digitalen Assistenten funktionieren nur mit einer Internetverbindung. Bricht diese häufig ab oder ist sie zu langsam, gibt es mit der smarten Technik viele Probleme. Zwar ist der 5G Ausbau geplant, aber nicht flächendeckend. Die ländlichen Gebiete werden also weiterhin große Probleme haben. Und es gibt nichts Ärgerliches als nachts im Bett zu Alexa zu sagen, sie möge unten das Licht ausschalten und sie antwortet einfach nur, das sie derzeit keine Verbindung zum WLAN habe …

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